Behandlungsspektrum

In unserer Praxisgemeinschaft können wir Ihnen das nahezu gesamte Spektrum der modernen, hochpräzisen Strahlentherapie anbieten. Neben bösartigen Tumorerkrankungen behandeln wir:

Gutartige Erkrankungen

U. a. werden folgende Erkrankungen behandelt:

Degenerativ entzündliche Weichteilerkrankungen

  • Epicondylitis humeri (Tennisarm, Golferarm)
  • Periarthritis humeroscapularis (Schultergelenkentzündung
  • Achillodynie (Schmerzen der Achillessehne)
  • Calcanodynie (Schmerzen im Fersenbein, z. B. beim Fersensporn)
  • Plantarfasziitis (entzündete Sehnenplatte im Fuß)
Röntgenbild eines Fersensporns

Schmerzhafte degenerative Gelenkerkrankungen

  • Daumensattelgelenk
  • Fingergelenk
  • Schultergelenk
  • Kniegelenk
  • Hüftgelenk

Wuchernde Bindegewebserkrankungen

  • Keloide (wuchernde Narben)
  • Mb. Dupuytren (Kontraktur Handinnenfläche)
  • Mb. Ledderhose (Kontraktur Fußsohle)

Funktionelle Organerkrankungen

endokrine Orbitopathie (Entzündung der Augenhöhle)

Strahlentherapie zur Prophylaxe

heterotope Ossifikation (knöcherner Umbau von Weichgewebe)

Bösartige Erkrankungen

Tumorerkrankungen sind sehr komplexe Erkrankungen, welche die Zusammenarbeit von mehreren Ärzten aus verschiedenen Fachrichtungen (Diagnostiker, chirurgisch tätige Ärzte, Pathologen, Onkologen, Strahlentherapeuten u. a.) notwendig machen. In gemeinsamen “Tumorboards” wird jeder Patient individuell anhand der Diagnose, der Ausbreitung der Erkrankung und der ggf. bisher erfolgten Therapie individuell besprochen und gemeinsam eine Therapieempfehlung erarbeitet. Diese besteht in den meisten Fällen aus einer Abfolge oder gleichzeitigen Kombination von unterschiedlichen Therapien (Operation, Chemotherapie, antihormonelle Therapie, Antikörpertherapie und Strahlentherapie).

Einige ausgewählte Beispiele unterschiedlicher Einsatzmöglichkeiten der Strahlentherapie sind hier aufgeführt.

Strahlentherapie ohne Operation (primär) mit heilender Absicht (kurativ) bei:

  • Prostatakarzinom (ggf. in Kombination mit einer antihormonellen Therapie)
  • Lungentumoren (ggf. in Kombination mit einer Chemotherapie)

Strahlentherapie nach einer Operation (adjuvant) mit heilender Absicht (kurativ) bei:

  • Brustkrebs (wenn die Brust erhalten wurde, um ggf. mikroskopische Tumorreste zu bekämpfen, eine Chemotherapie kann zuvor erfolgt sein, ggf. in Kombination mit einer antihormonellen Therapie)
  • Hirntumoren
  • Lungentumoren
  • Prostatakarzinom

Strahlentherapie vor geplanter Operation (neoadjuvant) mit heilender Absicht (kurativ) bei:

Enddarmkrebs (ggf. in Kombination mit einer Chemotherapie)

Strahlentherapie zur Linderung von Symptomen, zum Aufhalten der Krankheit (palliativ) bei:

Tochtergeschwülste an den verschiedensten Stellen (Knochen, Hirn, Lymphknoten)

Simultan integrierter Boost (SIB)

Dank unserer modernen Geräte und Planungssoftware ist es möglich, bei entsprechender Indikation bestimmte Zielgebiete (z. B. Tumorbett nach brusterhaltender Operation beim Brustkrebs) mit unterschiedlicher Dosis, d. h. mit einer gezielten Dosisinhomogenität, zu behandeln. Dadurch kann auf einen sequentiellen Boost (z. B. Bestrahlung des Tumorbetts im Anschluss an die Bestrahlung der gesamten Brust) verzichtet und die Gesamtbehandlungszeit verkürzt werden.

Goldmarker

Unsere Beschleuniger sind mit einer KV / MV Bildgebung und Software zur Erkennung von Bestrahlungsmarkern ausgestattet. Daher ist es vor jeder Bestrahlungsfraktion möglich, die zuvor mit Goldmarkern markierte Tumorregion (z. B. Prostata, Speiseröhre) exakt zu lokalisieren. Somit kann die Tumorregion sicher erfasst und das umliegende Normalgewebe besser geschont werden.

Simultane Radiochemotherapie

In Zusammenarbeit mit unseren onkologischen Partnern ist es möglich, bei entsprechender Indikation eine kombinierte Behandlung aus Bestrahlung und gleichzeitiger Chemotherapie (z. B. Darmkrebs, Lungenkrebs, Hirntumoren) durchzuführen.